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FWG sieht „Beratungsbedarf“

02.05.2015

RHEINPFALZ, 02.05.15

Die Freien Wähler machen weiter Druck auf Schuldezernentin Waltrad Blarr (Grüne), sich schnell mit einem Gesamtschulantrag für die Realschule plus zu befassen und bekommen Unterstützung von der SPD. Die FDP lehnt die Forderung entschieden ab.
Im Frühjahr 2016 will die ehrenamtliche Beigeordnete Waltraud Blarr einen neuen Schulentwicklungsplan vorlegen. Bis dahin will sich die Politikerin der Grünen auch mit dem Wunsch der Realschule Plus befassen, eine Integrierte Gesamtschule zu werden (wir berichteten am Mittwoch). Das dauert dem FWG-Fraktionsvorsitzenden Marc Weigel zu lange: „Im Schulträgerausschuss nannte Waltraud Blarr bislang den November 2015, jetzt soll die Vorlage um weitere vier Monate verschoben werden.“

Weigel moniert auch, dass Blarr die für den 20. Mai geplante Schulträgerausschusssitzung mit der Begründung abgesagt habe, es gebe keinen Beratungsbedarf. Das sehen die Freien Wähler anders. Sie wollen die Sitzung für den 20. Mai beantragen, damit Blarr über ihr Gespräch vom 8. Mai mit der Trierer Bildungsagentur berichten könne, die sie zur Beratung eingeschaltet habe. „Sollte sich bis dahin die Gesamtkonferenz der Realschule plus wie erwartet für eine IGS aussprechen, möchten wir auch die Schulvertreter im Ausschuss anhören“, erklärt Weigel.

Die Kandidatin der SPD für die Landtagswahl 2016, Giorgina Kazungu-Haß, steht ebenfalls hinter der IGS-Forderung. Sie will allerdings eine Lösung für die gesamte Region, also mit Neustadt und dem Lambrechter Tal: „Eine IGS Neustadt, die tatsächlich von Kollegium und Eltern getragen und gewollt ist, kann der richtige Schritt der notwendigen Erneuerung und Fortentwicklung der Neustadter Schullandschaft sein. Ich wundere mich sehr, dass die Landtagsabgeordnete Hayn offensichtlich keine Veranlassung sieht, in dieser wichtigen Sache an einer Lösung auch für Lambrecht zu arbeiten, mir fehlt der Blick der CDU auf den gesamten Wahlkreis“, so die Haßlocherin. Eine weiterführende Schule in Lambrecht müsse auf jeden Fall erhalten bleiben.

Die FDP will die IGS-Pläne verhindern. „Wenn die Realschule zur Gesamtschule umgewandelt wird, schwächen wir den Schulstandort “, erklärte der Fraktionsvorsitzende Matthias Frey. An einer IGS werde eine Oberstufe eingerichtet, die den Neustadter Gymnasien und dem Berufsbildenden Gymnasium ohne Not Schüler abwerbe. Gleichzeitig würden nicht mehr alle Schüler mit einer Realschulempfehlung an der IGS aufgenommen, weil diese auch Schüler mit Gymnasialempfehlung aufnehmen müsste. „Diese wechseln ins Umland und wir zahlen die Kosten der Schülerbeförderung“, rechnet Frey vor.

Die FDP akzeptiere den IGS-Wunsch des Realschul-Kollegiums, man müsse allerdings als Schulträger nicht nur die Interessen einer einzelnen Schule im Blick haben. Auch eine Kooperation mit Lambrecht lehnt die FDP ab. „Es kann nicht sein, dass wir Kompetenzen abgeben und andere Schulen mitfinanzieren, nur um diese am Leben zu erhalten“, so der FDP-Chef. (wkr)

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