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FWG mahnt Dialog bei Wirtschaftsförderung an

27.02.2015

Nachdem die Neustadter Stadtverwaltung bei der jüngsten IHK-Umfrage einen absoluten Tiefpunkt im Ansehen bei Ihren Unternehmern erreicht hatte, drängten die Freien Wähler auf eine Neuaufstellung der WEG, mehr Personal und vor allem, eine grundlegend andere Geisteshaltung des Oberbürgermeisters, der auch in der gestrigen Stadtratssitzung erneut in Selbstgefälltigkeit sämtliche Kritik abwies und den Unternehmern und der IHK Fehler und Unerhrlichkeit vorwarf. Diese Uneinsichtigkeit stimmt uns alles andere als optimistsich, dass hier die dringend erforderliche Trendwende erreicht werden kann.

In der jüngsten Stadtratssitzung beabsichtigte die Jamaika-Koalition denoch ihr neues Wirtschaftsförderungskonzept zu beschließen. Geschehen sollte dies Sinnigerweise vier Tage bevor die neue Geschäftsführerin der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft, Anna-Lena Schatten, ihre Arbeit aufnimmt. Richtig wäre es gewesen, Frau Schatten die Möglichkeit zu geben, auf die Inhalte Einfluss zu nehmen und Ihre Sicht der Dinge beizutragen. Der Kommentar des Oberbürgermeisters zu diesem Vorhalt: "Frau Schatten hat ja noch gar keine Ahnung, was soll die jetzt dazu sagen." Wir hoffen, dass der Oberbürgermeister hier nicht Recht behält.

Auf die Absurdität dieser Vorgehensweise hatte die FWG mehrfach hingewiesen. Fraktionsvorsitzender Marc Weigel kritisierte aber nicht nur die fehlende Expertise durch die neue Wirtschaftsförderin, sondern auch die mangelnde Einbindung der wichtigsten Wirtschaftsakteure und Fachleute der Stadt. Viele davon sind im Gewerbeverein WILLKOMM zusammengschlossen, der von der nun beschlossenen Neuaufteilung der Aufgaben zwischen Wirtschafts- und Tourismusförderung unmittelbar betroffen ist. Bislang hatte sich die Stadt finanziell am Citymarketing beteiligt und bei der WEG auch die Geschäftsstelle der Willkomm betrieben. Beides soll nun ersatzlos wegfallen, ohne dass dies im Vorfeld mit der WILLKOMM besprochen worden wäre.

Dort ist man entsprechend sauer, wie die FWG bei einem Gespräcbh mit dem WILLKOMM-Vorstand am vergangenen Dienstag erfuhr. Den schlechten Stil von Oberbürgermeister Löffler und der Koalition aus CDU, Grünen und FDP kritisierte FWG-Chef Marc Weigel, empfahl dringend, die Beschlussfassung zu vertagen und beantragte die Absetzung von der Tagesordnung, der nur die SPD zustimmte. Diese Chance, es mit der Netzwerkarbeit und der so oft gepredigten Zusammenarbeit mit der Wirtschaft auch ernst zu nehmen, wollte die Koalition nicht nutzen. Wieder wird Vertrauen verspielt. Das wird sich rächen. Jamaika und der Oberbürgermeister lassen die WILLKOMM-Gemeinschaft mit Ihren über 120 gewerbetreibenden Mitgliedern ratlos und enttäuscht zurück.

 

 

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